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Presse
West Anzeiger | 24. April 2010
Dank der Senioren-WG in Würde altern!
Neues Konzept macht’s möglich: Gemeinsam leben in Geselligkeit
Wer wünscht sich das nicht: In Würde altern? Das ist jetzt in Altendorf, Siemensstraße 4 keine Zukunftsmusik mehr. Denn hier entsteht zurzeit die erste Senioren-WG für den Westen.
Finanziert und gestemmt wird das Ganze von der Firma Pflege-Netzwerk GmbH. Renate Walkenhorst erklärt: „Wir möchten weg von der Vorstellung kommen, dass ältere Menschen alleine im Altenheim ihr Dasein fristen.“
Dieses Konzept für ein Altern in Würde, nimmt nun in Altendorf konkrete Formen an. Schon beim Betreten der Wohngemeinschaft fallen dem Besucher die freundlichen Farben und die Helligkeit der Räume auf.
„Wir haben darauf geachtet, eine möglichst lichtdurchflutete Bleibe zu schaffen“, ist auch Walkenhorst stolz.
Insgesamt beherbergt die WG elf Zimmer mit einer Quadratmeterzahl von 18 bis 25. Und beim Betreten der einzelnen Zimmer kann man schon mal neidisch werden, denn „jedes der Zimmer hat ein großes Fenster, Laminatboden und weiße, freundlich gestrichene Wände.“
Ganz besonders erfreulich: Die Zimmer sind beim Bezug komplett leer, das heißt, die Senioren können ihr ganz eigenes Mobiliar mitbringen und ihr Zimmer nach ihren Wünschen komplett selbst gestalten.
„Oft schläft es sich im eigenen Bett einfach besser. Und auch die Couchgarnitur, an der man so lange gehangen hat, muss nicht verkauft werden“, berichtet Renate Walkenhorst.
Ein großer Vorteil der WG: „Die Senioren sind nie alleine. Wenn sie das Bedürfnis haben, können sie sich gemeinsam in der Wohnecke aufhalten, Fernsehen oder Spiele spielen. Bei warmem Wetter geht es selbstredend zur Sitzgruppe in den Hof.“
Hauptsächlich spielt sich das Leben jedoch in der Küche ab. Hier ist der Treffpunkt Nummer eins. „Neben einer Hauswirtschafterin, die eben für den Haushalt sorgt und die leckeren Gerichte kocht, haben wir ständig eine examinierte Pflegekraft im Haus. Das muss auch sein, sollte ein Bewohner einmal Hilfe benötigen.“
Überhaupt ist die WG genau auf die Bedürfnisse der Senioren angepasst. Es gibt einen geräumigen Aufzug, alle Zimmer sind gut zugänglich und vor allem gibt es ebenerdige Duschen.
„Den Bewohnern soll es an nichts mangeln. Deswegen gibt es großzügige Bäder, aber auch Badewannen für die fitteren unter den Senioren“, so Walkenhorst. „In einigen Zimmern sind zwar die Handwerker noch zu Gange aber ich hoffe, dass wir Ende Mai mit allem fix und fertig sind.“
Die ersten Bewohner haben jedenfalls ihren Weg schon in die etwas andere WG gefunden und sind überglücklich darüber. „Wir behandeln unsere Bewohner wie ganz normale Menschen. Denn leider fehlt es oft an Respekt gegenüber Senioren.“, verdeutlicht Renate Walkenhorst.
Dabei werden die Senioren an das alltägliche Leben mit einbezogen. Gemeinsam wird entschieden, was gegessen und gekocht wird. Außerdem gibt es Theaterbesuche und Spaziergänge.
„Jeder kann dann aufstehen, wann er möchte und sein Leben individuell gestalten. Trotzdem kann man sich in der Gruppe eingliedern und ist vor allen Dingen nicht einsam und alleine.“ Auch die Angehörigen sind gern gesehen Gäste!
Die WG ist für jeden etwas, der kein gravierender Pflegefall ist. Bei einer Erkrankung kommt ein Arzt ins Haus und das Personal kümmert sich ebenfalls.
„Für mich ist das Konzept der Senioren-WG zukunftsweisend“, betont Walkenhorst. „Wer möchte nicht gerne in Geselligkeit altern und nicht auf ein Abstellgleis geschoben werden?“
Für weitere Informationen zur Finanzierung der anfallenden Kosten von ca. 1.500 Euro und der Bewerbung, steht Renate Walkenhorst unter der Rufnummer 0201/45136620 gerne zur Verfügung.
Silvia Blüder
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